Seid offen für Veränderungen und Inspirationen

Matchwerk: Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle, Customer Success und Software-Entwicklung

Stellen Sie sich und das Startup Matchwerk doch kurz unseren Lesern vor!
Wir sind genau genommen schon aus den Start-up-Schuhen herausgewachsen und mittlerweile ein mittelständisches Unternehmen, das viele junge Unternehmen unterstützt. Wir haben auch mal klein angefangen und geben unsere Erfahrung nun gerne weiter. Unser Unternehmen besteht heute aus einem acht-köpfigen Team, das stetig weiter wächst. In Leipzig ansässig, haben wir uns auf die Bereiche Business Development, Customer Success und Software-Engineering spezialisiert.

Wie ist die Idee zu Matchwerk entstanden?
Begonnen hat eigentlich alles damit, dass drei Leipziger Wirtschaftsinformatiker ein Stipendium erhalten haben, um eine Plattform im Fintech-Bereich zu implementieren. Der Ansatz wurde später durch unsere Gründer Lars und Philipp übernommen. In dieser Zeit wurde uns immer deutlicher klar, wohin wir wollten.

Unser Fokus hat sich so immer mehr auf kundenzentrierte Prozesse ausgerichtet und die Software, die diese unterstützt. Dabei haben wir uns nicht mehr nur im Feld Finance und eCommerce weiterentwickelt, sondern gehen mittlerweile in viele Bereiche hinein. Uns geht es nicht mehr nur darum eine maßgeschneiderte Lösung für einen Zweck zu finden, sondern möglichst viel zu verknüpfen und Prozesse, die nach innen und außen gerichtet sind, einfacher zu gestalten. Zum Beispiel arbeiten wir gerade an einem Projekt, das Unternehmen hilft eine eigene Kundenbetreuung aufzubauen. Eine Beratung ist häufig kostspielig und keine Option für junge Unternehmen. Also haben wir nach einer Lösung gesucht, die eine qualitativ hochwertige Alternative bietet.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Aller Anfang ist natürlich schwer. Bis wir auf eigenen Beinen standen und eine klare Vision davon hatten, wo wir hinwollen und was unsere Kunden wirklich brauchen, ist einige Zeit vergangen. Zu Beginn wurden wir durch unseren wissenschaftlichen Ansatz beim ersten Projekt das erste Jahr über ein EXIST-Gründerstipendium finanziert. Danach konnten wir das SpinLab – The HHL Accelerator in Leipzig mit unseren Ideen überzeugen. Das Coaching war dort sehr gut organisiert und wir haben in den sechs Monaten eine Menge Feedback erhalten. Wir haben in der Zeit immer weiter am Geschäftsmodell gearbeitet und uns Schritt für Schritt weiterentwickelt. Das hat uns immer näher an unsere Zielgruppe und deren Bedürfnisse gebracht. Wir haben am Anfang viel am Kunden vorbei gearbeitet und die Probleme der Zielgruppe nur anteilig gelöst.

Bis wir erkannt haben, dass es viel zielführender ist kleine Schritte mit unseren Kunden zu gehen, anstatt große ohne sie. Dadurch konnten wir sehr schnell erste Umsätze erzielen und damit die ersten Personalkosten decken. Die Erkenntnis hat gedauert, aber ist seitdem unentbehrlich für unsere Philosophie.

Welche Vision steckt hinter Matchwerk?
In der Zeit, in der wir unser Unternehmen aufgebaut haben, konnten wir eine Menge an Erfahrungen sammeln. Gerade, wenn man kurz vorm operativen Geschäft steht und Prioritäten setzen muss, kann man Unterstützung und Beratung eines erfahrenen Unternehmens gut gebrauchen. Wir finden, dass es da bis jetzt zu viele Felder gibt, in denen Unternehmen mit weniger Ressourcen zurückstecken müssen. Also haben wir es uns zur Aufgabe gemacht gerade für junge und mittelständische Unternehmen Alternativen zu entwickeln. Die Qualität darf nicht darunter leiden und die Kosten müssen passen.

Die Vision ist, gute Lösungen für Unternehmen in jedem Entwicklungsstand zu finden und das Schubladendenken aufzuheben. Die Zeiten von unzureichend angepassten Standardlösungen und Kundenabfertigung sind einfach vorbei.

Wer ist die Zielgruppe von Matchwerk?
Zielgruppen werden immer darüber segmentiert, ob sie kleine, mittelständische oder große Unternehmen sind. Welcher Branche sie angehören und ob sie Endkunden oder Geschäftskunden ansprechen. Wir wollen diese Grenzen aufheben und klarmachen, dass wir für Unternehmen da sind, die aus allen möglichen Bereichen kommen.

Wichtig ist dabei, dass sie auch eine längere Zusammenarbeit anstreben. Dabei setzen wir voll und ganz auf Exklusivität. In der Zeit, in der wir zusammenarbeiten, setzen wir keine Projekte für Mitbewerber um. Es kommt außerdem nicht auf ein großes Budget an. Man kann über alles sprechen und auch Lösungen für ein kleines Budget finden.

Inhaltlich freuen wir uns immer auf Zusammenarbeiten mit Unternehmen, die genauso wie wir den Wert einer guten Kundenbeziehung erkannt haben. Wer weiß, dass begeisterte Kunden der beste Wachstumsmotor sind und sich aber noch Unterstützung in dem Gebiet wünscht, ist bei uns genau richtig.

Welche Unterstützung bieten Sie an?
Um unsere Kunden zu unterstützen haben wir uns in den drei Bereichen Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle, Customer Success und Software-Entwicklung spezialisiert. Unsere Unterstützung ist bedarfs- und lösungsorientiert. Die Bereiche sind bei uns sehr gut ausgebaut und gehen in der Regel Hand in Hand. Dabei sind wir kein Fan von starren Grenzen. Beispielsweise können wir über eine Beratung Wissen vermitteln, in einem Workshop Lösungen erarbeiten oder ein Unternehmen langfristig begleiten und gemeinsam Lösungen schaffen.

Wir orientieren uns dabei stark an den Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten. Jedes Unternehmen ist natürlich auf einem anderen Entwicklungsstand. Das berücksichtigen wir und schauen, was das individuelle Unternehmen überhaupt benötigt. Grundsätzlich ist unser Ansatz dabei Abfertigung und Standardlösungen zu vermeiden. Ansprechbar sind wir sowieso immer, auch wenn die eigentliche Zusammenarbeit schon vorbei ist. Uns ist es wichtig, dass Unternehmen sich immer an uns wenden können und wissen, dass wir für sie da sind.

Welche Vorteile bietet Matchwerk?
Mit uns habt ihr ein erfahrenes Team mit einem weitläufigen Netzwerk, das auf viele Bereich spezialisiert ist. Wir haben die Energie und die Visionen, aber auch das Know-How und den Weitblick. Unsere Aufgabe ist es uns Zeit zu nehmen für die jeweiligen Unternehmen und individuelle Lösungen zu finden. Dabei werden wir auch gerne mal kreativ. Wir wollen auch jungen Unternehmen Möglichkeiten bieten, die sich ihnen bis jetzt verschlossen haben. Damit schaffen wir eine Menge Vorteile für Unternehmen, die einfach noch nicht so viele Ressourcen besitzen. Wir möchten die Dinge nicht unnötig kompliziert machen und stehen für Transparenz und enge Zusammenarbeit.

Matchwerk, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren kann viel passieren. Die Nähe zu unseren Kunden und zum Markt sind für uns das wichtigste und die werden wir uns auf jeden Fall beibehalten. Unser Ziel ist es deshalb auch regelmäßig junge kleine und mittelständische Unternehmen in Form von Interim-Management zu unterstützen. Beide Seiten profitieren einfach davon. Die Unternehmen können Wissenslücken schließen, somit ist das Management auf Zeit für die Unternehmen gut investiertes Geld. Für uns ist außerdem das Marktfeedback sehr wichtig. Wir lernen die Herausforderungen kennen, können uns weiterentwickeln und neue Lösungen erarbeiten.

In den kommenden Jahren freuen wir uns auch auf viele langfristige Kundenbeziehungen. Die Prozesse mit unseren Partnern werden noch weiter optimiert sein, sodass wir unsere Kunden noch besser unterstützen können. Die Kunden und das Marktumfeld werden sich natürlich auch immer weiter entwickeln, also müssen wir uns unsere Wandlungsfähigkeit bewahren. Unsere Leistungsbereiche wollen wir auch schrittweise weiterentwickeln und baukastenartig in Tools überführen. Die können dann in Zukunft auch eigene Produkte oder Tochtergesellschaften darstellen, die anderen Unternehmen weiterhelfen können. Diese Strategie bietet vor allem auch für unsere Mitarbeiter Perspektiven und erlaubt uns, uns marktgerecht zu spezialisieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Scheitern ist nicht schlimm. Ganz im Gegenteil: Die Erfahrungen, die ihr dabei mit nehmt sind unverzichtbar und gehören zum Weg dazu. Manchmal kann auch aus dem Scheitern etwas Großartiges entstehen. Also seid offen für Veränderungen und Inspirationen. Versucht immer wieder von außen auf eure Entwicklung zu schauen, manchmal ergeben sich dann ganz neue Möglichkeiten, die am Anfang noch nicht ersichtlich waren.

Lasst euch helfen. Wir sehen sehr oft den Drang alles selber machen zu müssen. Bis zu einem gewissen Maß ist das auch okay. Es kommt allerdings der Punkt, an dem es wichtig ist den Fokus zu bewahren. Den gilt es zu erkennen und dann gegebenenfalls Hilfe anzunehmen. Es ist häufig so, dass externe Unterstützung auch wirtschaftlicher ist, als sich selbst in jedes Thema rein zu arbeiten.

Der dritte Tipp spart bares Geld und schafft Möglichkeiten größere Schritte zu gehen: Die Förderlandschaft in Deutschland ist großartig. Achtet darauf, dass ihr Partner an Board holt, die sich auskennen und über den Tellerrand blicken; die euch helfen größere Schritte mit Finanzierungsplänen und Förderstrategien zu gehen. Gefördert werden kann das erste Büro oder Werbematerialien wie Imagefilme und -bilder. Dabei kann man auf Bundes-, Landes- und Stadtebene spannende Finanzierungsmöglichkeiten finden. Ohren und Augen auf!

Wir bedanken uns für das Interview

Dieser Artikel wurde ursprünglich hier veröffentlicht